

Der Dirigent, Komponist und Pianist André Previn wurde für seine außerordentlichen Verdienste um die Musik mit einer Reihe von Auszeichnungen und Ehrungen bedacht. Er ist Träger des österreichischen und deutschen Verdienstkreuzes, wurde vom Kennedy Center für sein Lebenswerk geehrt und 1996 von Königin Elisabeth II in den Adelsstand erhoben. Am 14. März 2006 wird er in Toronto mit dem »Glenn Gould Preis« ausgezeichnet.
Für seine Schallplatteneinspielungen erhielt er mehrmals den »Grammy« - jüngst für die Aufnahme des von ihm komponierten Violinkonzertes »Anne-Sophie« und Bernsteins »Serenade« mit Anne-Sophie Mutter, dem Boston Symphony Orchestra sowie dem London Symphony Orchestra, bei der André Previn dirigierte. Musical America ernannte ihn zum »Musiker des Jahres« und seine erste Oper »A Streetcar Named Desire« wurde mit dem »Grand Prix du Disque« ausgezeichnet.
Sir André Previn ist im Konzert und auf Schallplatte regelmäßig mit den führenden Orchestern der Welt zu hören. Jährlich tritt er mit den Wiener Philharmonikern, mit dem Boston Symphony Orchestra und mit dem New York Philharmonic Orchestra, um nur einige zu nennen, auf. Darüber hinaus war Andre Previn Künstlerischer Leiter von Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic- und dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic- und dem London Symphony Orchestra sowie dem Houston Symphony Orchestra.
In seiner dritten Saison als Musikdirektor des Oslo Philharmonic Orchestras trat Sir André Previn im Herbst 2005 mehrfach in Oslo auf. Auf dem Programm standen u.a. Mozarts Klavierkonzert Nr.9 mit Emmanuel Ax am Klavier sowie Brittens Frühlingssinfonie mit den Solisten Susannah Glanville, Randi Stene und Anthony Dean Griffey. Im Oktober 2006 wird Maestro Previn in Oslo u.a. Orffs »Carmina Burana«, Mozarts Violinkonzert Nr. 5 und Beethovens Sinfonie Nr. 6 »Pastorale« dirigieren. Außerdem wird er in dieser Saison mit den Münchner Philharmonikern und dem Gewandhausorchester Leipzig zu hören sein.
1998 trat Sir André Previn mit der Uraufführung von »A Streetcar Named Desire« an der San Francisco Opera mit Renée Fleming als Blanche Dubois an die Öffentlichkeit. Die Oper, basierend auf einem Libretto von Philip Littell nach einem Stück von Tennessee Williams, wurde für das Fernsehen aufgezeichnet und erfolgreich auf Schallplatte eingespielt. Im Juni 2003 führte er das Werk mit dem London Symphony Orchestra in der Originalbesetzung wieder auf und im Mai 2004 begann an der Washington Opera eine weitere Serie von Aufführungen.
Als Pianist ist der vielseitige Künstler häufig an der Seite von Anne-Sophie Mutter und Lynn Harrell - als Jazzpianist außerdem an der Seite von David Finck - zu hören. Weiter war Sir André Previn in Recitals mit Renée Fleming am Lincoln Center und mit Barbara Bonney und Anthony Dean Griffey in der Carnegie Hall und im Mozarteum Salzburg zu hören. Als Kammermusiker arbeitet er regelmäßig mit dem Emerson String-Quartett sowie mit Mitgliedern des Boston Symphony- und des London Symphony Orchestras, des Oslo Philharmonic Orchestras und der Wiener Philharmoniker.
Nicht zuletzt kann Sir André Previn als Komponist eine Reihe von Erfolgen verzeichnen. Das Emerson String-Quartett brachte kürzlich ein Auftragswerk in der Carnegie Hall mit Barbara Bonney zur Uraufführung. Diesem Werk und der Oper »A Streetcar Named Desire« folgten die jüngsten Kompositionen wie ein Werk für Violine und Klavier (»Tango Song und Dance«) und im Auftrag des Boston Symphony Orchestras ein Violinkonzert. Beide Werke wurde für Anne-Sophie Mutter geschrieben und auch von ihr eingespielt und aufgenommen. In der Saison 1999/2000 wurde das Auftragswerk der Wiener Philharmoniker »Diversions« uraufgeführt und ebenso auf Schallplatte aufgenommen.
Weitere Kompositionen beinhalten ein Klavierkonzert für Vladimir Ashkenazy, eine Cello-Sonate für Yo-Yo Ma und Liederzyklen für Janet Baker, Kathleen Battle, Barbara Bonney und Anthony Dean Griffey. Zur Zeit arbeitet Sir André Previn wieder an neuen Liederzyklen für Barbara Bonney und René Fleming, an einer Klarinetten-Sonate für Thomas Martin (Boston Symphony Orchestra) sowie an seiner zweiten Oper. Ein weiteres Highlight seiner Kompositionen ist das Doppelkonzert für Violine und Kontrabass, welches Sir André Previn für Anne-Sophie Mutter und Roman Patkolo (Kontrabass) schrieb. Das Werk wird im April 2007 gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter, Roman Patkolo und dem Boston Symphony Orchestra in Boston uraufgeführt.
André Previn records for Deutsche Grammophon.

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